Einkommen und Vermögen

Einkommen und Vermögen

Wenn Sie einen Antrag auf Arbeitslosengeld II stellen, werden nicht nur Ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse berücksichtigt, sondern auch die aller Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft.

Nachfolgend finden Sie detallierte Informationen um welche Einnahmen, Werte, Gegenstände, etc. es sich dabei handelt.

Zum Einkommen zählen grundsätzlich alle Einnahmen in Geld oder in Geld messbare Werte, die Sie und die Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft während des Bewilligungszeitraumes erzielen, wie z.B.:

  • Einnahmen aus einem Arbeitsverhältnis
  • Einnahmen aus einer Selbstständigkeit
  • Nebenverdienst Mini-Job
  • Lohnnachzahlungen aus vergangenen Zeiträumen oder gekündigten Arbeitsverhältnissen
  • Weihnachts- und Urlaubsgeld
  • Sonder- oder Leistungsprämien
  • Schichtzulagen und Überstundenvergütungen
  • Arbeitslosengeld oder Krankengeld
  • Steuererstattungen
  • Unterhaltsleistungen
  • Wohngeld/Mietzuschuss
  • Mutterschaftsgeld, das nicht auf Ihr Elterngeld angerechnet wurde
  • Elterngeld über 300 € pro Monat bzw. 150 € bei Verlängerung des Elterngeldbezuges
  • Kindergeld
  • Kapital- und Zinserträge, Ausschüttungen oder Beteiligungen
  • Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung
  • Eigenheimzulage (sofern sie nicht an die finanzierende Bank abgetreten ist)
  • Lottogewinne
  • sonstige Einkünfte (auch einmalige Einnahmen)

Laufende Einnahmen werden für den Monat angerechnet, in dem sie auf Ihrem Konto eingehen.

Für erwerbstätige Leistungsberechtigte gilt ein Grundfreibetrag in Höhe von 100 Euro auf das monatliche Erwerbseinkommen. Zusätzlich gelten folgende Freibeträge für das Erwerbseinkommen:

  • 20% Freibetrag bei einem monatlichen Einkommen zwischen 100 € und 1.000 €
  • 10% Freibetrag bei einem monatlichen Einkommen von über 1.000 € bis 1.200 € (bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit mindestens einem minderjährigen Kind erhöht sich die Freibetragsgrenze auf 1.500€)

Weitere Informationen zu den Freibeträgen sind in § 11b SGB II geregelt.

Einmalige Einnahmen (z.B. Abfindungen, Erbschaften, Geldgeschenke, Lottogewinne) werden in dem Monat, in dem sie Ihnen zur Verfügung stehen, berücksichtigt.

Wenn Sie für diesen Monat bereits Leistungen des Kommunalen Jobcenters Kreis Groß-Gerau erhalten haben, wird die einmalige Einnahme im nächsten Monat berücksichtigt. 

Ist Ihre einmalige Einnahme so hoch, dass hierdurch Ihr Leistungsanspruch auf Arbeitslosengeld II entfallen würde, wird die einmalige Einnahme auf einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten gleichmäßig aufgeteilt und mit einem entsprechenden Teilbetrag angerechnet.

Als Vermögen sind alle Vermögensgegenstände anzugeben, die Sie und die Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft besitzen, wie z.B.:

  • Bargeld
  • Bankguthaben
  • Immobilien
  • Aktien und Sparbriefe
  • Bausparverträge
  • Lebensversicherungen
  • Schmuck
  • wertvolle PKW
  • etc.

Als Vermögen werden unter anderem nicht berücksichtigt:

  • angemessener Hausrat
  • ein angemessener PKW für jede in der Bedarfsgemeinschaft lebende erwerbsfähige Person
  • ein selbst genutztes Hausgrundstück von angemessener Größe oder eine entsprechende Eigentumswohnung

Sie haben einen Grundfreibetrag auf Ihr Vermögen, das bei der Anspruchsberechnung unberücksichtigt bleibt. Detaillierte Informationen finden Sie in § 12 SGB II.